Was bezeichnet man als “Auswuchten von Reifen”?
Das Auswuchten von Reifen bezeichnet den Ausgleich von statischen oder dynamischen Unwuchten am Rad-Reifen-System. Dies wird durch eine ungleiche Massenverteilung verursacht und ruft Vibrationen hervor. Beim Auswuchten wird der Reifen mit der Felge auf eine Maschine geschraubt und anschließend in Rotation versetzt, um anhand der an der Achse auftretenden Kräfte die Unwucht zu bestimmen. Als nächstes werden Auswuchtgewichte an die Felge befestigt, um die Unwucht auszugleichen. Die Auswuchtgewichte unterscheiden sich nach Anwendung (Fahrzeugtyp), Befestigungsart (Schlaggewicht, Klebegewicht, Steckgewicht, Klemmgewicht), Material und Funktionsweise (statisch oder dynamisch).
Um den Fahrkomfort zu gewährleisten kann auf das Auswuchten der Reifen nicht verzichtet werden, denn dadurch wird der ungleiche Verschleiß am Reifen sowie Schäden an der Radaufhängung vermieden. Mittlerweile werden nur noch Auswuchtgewichte aus Zink und Stahl verwendet, nachdem der Einsatz von Blei nach der Entscheidung der EU Kommission vom 27. Juni 2002 verboten wurde.
Die Hauptursachen der Unwucht sind sind ungleichmäßige Abnutzungen von Reifen bzw. Laufflächen und ungleichmäßige Dichteverteilungen des Radkörpers. Fahrzeuge müssen deshalb nach einem Radwechsel neu ausgewuchtet werden. Ziel der Auswuchtung ist es den Schwerpunkt des auszuwuchtenden Rades so einzustellen, dass er mit dem Mittelpunkt der Drehachse zusammenfällt. Gleichzeitig muss sich die senkrecht zum Rotationskörper Rad stehende Hauptträgheitsachse nicht nur mit der Rotationsachse schneiden, sondern auch auf ihr liegen.

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