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Profiltiefe Reifen

Welche Profiltiefe sollte ein Reifen haben?

Die Profiltiefe von Reifen ist ein wichtiger Punkt im Bezug auf Haftung und Bremsweg. Aus diesem Grund wurden die folgenden gesetzlichen Mindestprofiltiefen festgelegt:

Sommerreifen: mindestens 1,6 mm
Winterreifen mit diagonaler Bauart: mindestens 5 mm
Winterreifen mit radialer Bauart: mindestens 4 mm
Spikereifen: mindestens 4 mm
Motorräder: mindestens 1,6 mm
Mofas: mindestens 1 mm

Die Werte sind selbstverständlich für alle Reifen (auch Reservereifen) eines Fahrzeugs vorgeschrieben. Darüberhinaus muss die Mindestprofiltiefe auf 75% der Reifenbreite vorhanden sein. Wenn sich der Reifen unregelmäßig abnutzt, muss die Messung an der am stärksten abgefahrenen Stelle erfolgen.

Die Pneus werden in der Regel mit einer Profiltiefe von acht Millimetern ausgeliefert. Durch die Rollbewegung beim Fahren entsteht ein Abrieb auf dem Reifen. Je mehr die Profiltiefe sinkt, desto mehr macht sich dies beim Fahren bemerkbar. Aquaplaning tritt schneller auf und der Bremsweg wird länger. Bei Winterreifen wird bei einer Profiltiefe unter 4 mm das Fahren schon gefährlich, da die Haftung auf dem Schnee nicht mehr gewährleistet werden kann und bei Regen das Wasser nicht mehr schnell genug abgeleitet wird.

Die Mindestprofiltiefe kann mit Hilfe eines Profilindikatoren am Reifen ermittelt werden. Der so genannte TWI (Tread Wear Indicator) ist mit einem Pfeil auf der Reifenwand markiert. Die Indikatoren sind meistens Erhebungen oder Farbstreifen in den Umfangsrillen. Diese werden bei einem abgefahrenen Profil sichtbar. Um Sommerreifen mit optimaler Bodenhaftung und ausreichender Wasserverdrängung fahren zu können, sollten sie ebenfalls ein Profil von mindestens 4 mm aufweisen. Die Profiltiefe ist entscheidend für den Bremsweg, besonders bei nasser Fahrbahn.

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